


Erholung im europäischen Bausektor: Rückenwind für den Mietmarkt mit Einschränkungen
Der europäische Bausektor beginnt, sich aus seiner Talsohle zu lösen. Nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2024 und einer Phase der Stagnation im Jahr 2025 kehrt die Aktivität allmählich zurück, getragen vor allem von Infrastrukturprojekten, der Energiewende sowie ausgewählten Wohnimmobilienmärkten. Auch wenn die Erholung schrittweise und ungleichmäßig verlaufen dürfte, ist sie real. Für Unternehmen der Geräte‑ und Bauvermietungsbranche, deren Wachstum die Entwicklung im Bausektor typischerweise vorwegnimmt und übersteigt, ergibt sich daraus ein grundsätzlich unterstützendes Umfeld – allerdings keines ohne Risiken.
Orbáns letztes Aufbäumen
Die für diesen Sonntag angesetzte Parlamentswahl stellt die größte Herausforderung für die Hegemonie der Koalition aus Fidesz und Christlich‑Demokratischer Volkspartei seit ihrem Machtantritt im Jahr 2010 dar.
Marktbasierte Inflationserwartungen im Fokus
Inflation ist per Definition ein nachlaufender Indikator. Wenn offizielle Verbraucherpreisindizes bestätigen, dass der Preisdruck steigt oder nachlässt, haben die Märkte diesen Trend oftmals bereits seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren antizipiert. Aus diesem Grund widmen Fixed‑Income‑Investoren marktbasierter Inflationserwartung viel Aufmerksamkeit. Diese Indikatoren sind zwar nicht perfekt, bieten jedoch einen zukunftsgerichteten Einblick, wo sich die Inflation über verschiedene Zeiträume voraussichtlich einpendeln wird. Bevor man also bewertet, was Inflation heute für die Märkte bedeutet, lohnt sich ein Blick darauf, wie diese Erwartungen gemessen werden – und wie sie Investoren wie auch Zentralbanken dabei unterstützen, eine angemessene geldpolitische Reaktion abzuleiten.


